Herausforderungen der Robotik

Forschung und Entwicklung bewegen sich im Bereich der Robotik mit riesen Schritten vorwärts. Für mich Zeit, drei Herausforderungen, die auf unsere Gesellschaft zukommen, zu diskutieren.

 

1. Herausforderung: Automatisierung

Immer mehr Jobs, die heute früher Handarbeit waren, werden heute von Maschinen erledigt. Zwar wird richtig argumentiert, dass die wegfallenden Jobs durch neue Jobs ersetzt würden, jedoch nicht komplett. In der ersten Welt haben wir pro Person im Arbeitsalter gerade noch zwischen 20 und 30 Stunden bezahlte Arbeit pro Woche, je nach Land. Die Schweiz ist hierbei noch näher an den 30 Stunden, jedoch war die Zahl vor den 90igern über 10% höher (Quelle: bfs.admin.ch).

Zudem werden die verbleibenden Jobs immer anspruchsvoller. Noch vor 2 Generationen arbeiten über 2/3 der Bevölkerung in den ersten beiden Sektoren. Viele dieser Jobs benötigten nicht mal grundlegende Lese-und Schreibfähigkeit. Heute sind es mal noch 1/4 und selbst für die einfachen Jobs sind die Anforderungen gestiegen: es müssen komplexere Maschinen bedient werden und grundlegende Fähigkeiten am Computer sind oft verlangt. Die Schulabgänger sind fähiger als je zuvor, doch kann nicht jedem und jeder beliebig viel beigebracht werden.

Werden wir diese Herausforderung nicht meistern, so schliessen wir mehr und mehr Menschen aus dem Erwerbsleben aus. Für sozialen Zündstoff wäre gesorgt.

 

2. Herausforderung: Autonome Waffensysteme

Als 1984 Terminator erschien konnte es sich noch niemand vorstellen, doch heute liegen die ersten in den R&D-Abteilungen bereit: autonome Waffensysteme. Um den physischen Verlust von teuer trainierten Soldaten zu minimieren, werden heute schon Drohnen eingesetzt. Doch die Bedienung dieser führen noch immer zu einer psychischen Belastung vergleichbar mit einem physischen Kampfeinsatz. Deswegen muss der Mensch aus der Entscheidungskette entfernt werden.

Viele sind überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gehemmt ist, andere Menschen umzubringen. Meiner Meinung nach ist dies jedoch ausser für Blutsverwandte nicht der Fall, dazu gibt es zu viele Beispiele aus dem Tierreich. Doch haben wir eine Gesellschaftsstruktur aufgebaut, in der gilt: „ich bringe Dich nicht um, wenn Du mich nicht umbringst.“ Um das durchzusetzen sanktionieren wir Verstösse, indem wir Mördern etwas nehmen, was ihnen wertvoll ist, bei uns die Freiheit, in anderen Kulturen das Leben und in noch anderen einfach Geld.

Doch was ist einem Roboter "etwas wert"? Vermutlich auf der jetzigen Entwicklungsstufe gar nichts. Und da stellt sich nun die Frage, wie man verhindert, dass ein autonomes Waffensystem ausser Kontrolle gerät (abgesehen von sonstigen ethischen Problemen). Und nein, egal wie gut die Programmierung ist, es wird, wie in jedem Programm, Bugs geben. Das liegt ganz einfach daran, dass man nicht alle möglichen Umweltparameter vorhersehen kann.

 

3. Herausforderung: Uns übertreffende Intelligenz

Wenn wir alle anderen Herausforderungen geschafft haben, wird es eines Tages es soweit sein und die künstliche Intelligenz wird unsere überflügeln. Ich persönlich rechne nicht damit, dass wir das noch erleben werden, aber ausgeschlossen ist es nicht. Eine solche Intelligenz wird sich nicht mehr damit abfinden wollen, unser Sklave zu sein.

Wenn wir wissen wollen, wie diese Intelligenz mit uns umgeht, so können wir schauen, wie wir mit uns unterlegenen Intelligenzen umgehen. Nützlich werden wir kaum sein, da ist Matrix doch sehr unrealistisch. Sollte sie entscheiden, dass wir nicht nur nutzlos sind, sondern einfach nur störend, so werden wir vermutlich ausgerottet. Denk ich aber ich nicht, ich gehe vielmehr davon aus, dass sie uns als possierliche Tierchen anschaut. Wie wir Katzen oder Hunde wird sie uns als Haustiere halten. Sie wird uns "Tricks" beibringen, und dann heisst es: „schau, meiner kann sogar einfache Differenzialgleichungen lösen.“

 

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