Ziel verfehlt

Die Gemeinderatswahlen sind mit der Nachzählung im Kreis 9 jetzt vermutlich definitiv. Die SP bleibt im Kreis 11 bei ihren 6 Sitzen, der zusätzliche Sitz, sowie die Sitze von EVP und SD gehen an FDP, SVP und GLP. Für uns heisst das: Ziel verfehlt.

 

Die Zürcher Gemeinderatswahlen endeten ohne grosse, dafür mit kleinen Überraschungen. Das SD und EVP die 5%-Hürde (ob diese nun sinnvoll und gerecht ist oder nicht, ist eine andere Frage, aber sie existiert) nicht überwinden würden, davon gingen viele aus. Wie sich ihre Sitze verteilen würden, das war die grosse Frage. Erwartet wurden keine allzu grossen Verschiebungen, und da wir 2010 schon auf gut 6 Sitzen kamen, musste es unser Ziel sein, einen der drei freien Sitze im Kreis zu gewinnen. Doch wir blieben bei 6 Sitzen bei etwa einem halben Prozent Stimmenverlust.

Man kann dafür viele Erklärungen bringen: Einerseits der Einfluss des Stadtratswahlkampfs auf die Gemeinderatswahlen. Im Vorfeld von den Medien zum Teil auf Filippo gegen Wolff reduziert (getroffen hat's dann trotzdem Knauss), gewann ihre beiden Parteien signifikant an Wählerstimmen. Dann natürlich die Abstimmung, welche in der Stadt vor allem FDP-nahestehende mobilisiert haben dürfte. Das unterdurchschnittliche Ergebnis der SP im Kreis 7/8, welches wegen der überdurchschnittliche hohen Stimmbeteiligung im Wahlkreis über den Puckelsheim auf die ganze Stadt verteilt wurde.

Und dann war's natürlich hauchdünn zwischen uns und der GLP, es ging um einzelne Stimmen. Wobei dank dem doppelten Puckelsheim ging's nicht um Sitze für die Parteien, sondern nur um die Verteilung unter den Wahlkreisen. Ein Sitz für die SP im Kreis 11 zusätzlich wäre einer weniger im Kreis 9 gewesen und umgekehrt für die GLP.

Wie dem auch sei, das sind alles Erklärungen, zum Teil gute, aber keine Entschuldigungen. Wir haben unser Ziel verfehlt, das ist was zählt. Entweder konnten wir zu wenigen Menschen zeigen, was sie von unserer Politik profitieren, oder wir konnten zu wenige Menschen überzeugen, dass ihre Stimme zählt. Oder, und das möchte ich nicht hoffen, haben Menschen zu wenig von unserer Politik profitiert. Vor allem letztere, die nicht nur einfach gerne fluchen, damit geflucht ist, sind aufgefordert, auch mit uns in Dialog zu treten, und ihre Ideen und Wünsche zu präsentieren. Und für mich gilt: nächstes Mal morgens 5 Minuten früher aufstehen und aktiver mit Menschen in Kontakt treten. Es war mein erster Wahlkampf, ich hab noch viel zu lernen.

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